Trauerbewältigung

Trauerbewältigung

Die Trauerbewältigung stellt Betroffene vor eine große Aufgabe, die in kleinen Schritten begangen wird. Sie können sich dabei selbst helfen, jedoch auch von Familie und Freunden begleitet werden. Wichtige Begleiter sind in dieser Zeit die Akzeptanz für die Emotionen der Betroffenen und das Zeigen von körperlicher und geistiger Nähe.

Trauerbewältigung: Selbsthilfe mit einfachen Mitteln

Für Betroffene ist es zunächst wichtig zu lernen, die eigenen Emotionen und seltsam anmutende Marotten in dieser Zeit zu akzeptieren. Wut über den Verlust oder Selbstmitleid können ebenso aufkommen wie das Bedürfnis, den Fernseher durchgängig laufen zu lassen. Es ist in Ordnung, in der Trauer nicht normal zu funktionieren. Ein Tagebuch kann dabei helfen, die mitunter wirr auftretenden Gedanken und Gefühle unzensiert von der Seele zu schreiben. Ein Spaziergang oder Entspannungsübungen können dabei unterstützen, die Anspannungen des Körpers zu lösen. In der Trauerzeit ist es wichtig, besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Vielleicht finden die Betroffenen bei Nachbarn, Freunden oder Familienmitgliedern Hilfe bei der Umsetzung, denn oftmals leiden Trauernde an Appetitlosigkeit und die Zubereitung der Speisen wird als Last empfunden. Generell sollten Betroffene versuchen, offen für die Hilfe anderer zu sein und diese anzunehmen.

    ● Emotionen und Marotten akzeptieren

    ● Sich alles von der Seele schreiben

    ● Spaziergänge

    ● Entspannungsübungen

    ● Auf eine gesunde Ernährung achten

    ● Offen für die Hilfe anderer sein

Freunde und Verwandte: Hilfe bei der Trauerbewältigung

Freunde und Verwandte haben oftmals Angst, Trauernde zu unterstützen, da sie unsicher und hilflos sind, wie sie sich verhalten sollen. Trost spenden ist in dieser Zeit kaum möglich, Beistand kann jedoch stets geboten werden. Dabei kann der Beistand viele Formen annehmen, die zur Persönlichkeit des Trauernden passen sollten. Zuhören, Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit schenken und auch Tränen aushalten, können eine große Hilfe sein. Wer unsicher ist, fragt den Betroffenen, was getan werden kann – das können praktische Dinge, wie das Erledigen des Einkaufes, sein. Um Angehörigen und Freunden bei der Bewältigung ihrer Trauer zu helfen, ist es zudem sinnvoll, gemeinsam mit ihnen Tagespläne zu erstellen. Diese sollten in sehr kleinen Schritten die wichtigsten Dinge enthalten, die erledigt werden müssen. Vor allem die Wochenenden sollten eine entsprechende Struktur erhalten. Kleine Einladungen oder kurze Anrufe können immer mal wieder einfließen, auch, wenn der Trauernde vielleicht noch etwas Zeit benötigt, um sie auch anzunehmen – die Nähe spielt eine bedeutende Rolle bei der Trauerbewältigung. Denn von sich aus haben Betroffene oftmals keine Kraft, zum Telefonhörer zu greifen.

    ● Aufmerksam sein und zuhören

    ● Fragen, was konkret benötigt wird

    ● Praktische Aufgaben übernehmen

    ● Tagespläne erstellen

    ● Wochenende planen

    ● Nähe zeigen

    ● Ablehnung akzeptieren und nicht aufgeben

Trauerbewältigung: Therapie hilft in schweren Stunden

Für Betroffene können Gespräche heilsam sein. Manchmal ist die Unterstützung von Familie und Freunden gefragt, doch nicht jeder kann sich hier öffnen und manchmal ist die Belastung auf Seiten der anderen ebenfalls zu groß. Eine Therapie zur Trauerbewältigung bietet dann einen geschützten Rahmen mit professioneller Begleitung. In akuten Situationen kann die Telefonseelsorge angerufen werden, die auch nachts Trost spendet.